Kleinpflaster, Bahnenware oder Porphyrplatten: So wählen Sie Format und Stärke aus

Erfahren Sie, welches Porphyr-Produkt, welche Form und welche Stärke Sie für einen privaten oder öffentlichen Außenbodenbelag wählen sollten

Bei der Wahl eines Porphyr-Bodenbelags geht es nicht in erster Linie um das Format. Zunächst muss man sich darüber im Klaren sein, welchen Belastungen die Fläche ausgesetzt sein wird: Ob ausschließlich Fußgängerverkehr, gelegentlicher Autoverkehr oder ständiger Schwerlastverkehr – all dies erfordert unterschiedliche Lösungen.

Erst nachdem der Verwendungszweck festgelegt wurde, kann das am besten geeignete Produkt ausgewählt werden, und zwar unter Kleinpflaster, Bahnenware und unregelmäßigen Platten das am besten geeignete Produkt auszuwählen, zusammen mit Format, Stärke, Verlegemuster sowie Verlege- und Versiegelungssystem.

Das erste Kriterium ist der Verwendungszweck

Ein privater Fußgängerweg ist nicht denselben Belastungen ausgesetzt wie die Einfahrt zu einer Garage. Ebenso weisen ein öffentlicher Parkplatz, eine Stadtstraße und ein Platz, der von Bussen oder Lastzügen befahren wird, sehr unterschiedliche Bedingungen auf.

Die anfängliche Unterscheidung betrifft also:

  • private Fußgängerzonen;
  • Wohngebiete mit sporadischem Fahrzeugverkehr;
  • Parkplätze und Altstädte;
  • Stadtstraßen;
  • Plätze und Straßen, auf denen starker Verkehr herrscht oder Schwerlastfahrzeuge verkehren.

Die Norm UNI 11714-1 ordnet diese Bedingungen verschiedenen Belastungsklassen zu, von P.4 bis P.9. Diese Klassifizierung dient als Orientierung bei der Wahl der Dicke und des Verlegesystems, doch müssen bei der Planung stets der Untergrund, die zu erwartenden Belastungen und die Einsatzbedingungen in ihrer Gesamtheit berücksichtigt werden.

So wählen Sie Porphyr- Kleinpflaster s aus

Mit den „ Kleinpflaster “ lassen sich Wohn- und öffentliche Bereiche gestalten, wobei Größe und Verlegeform entsprechend der zu erwartenden Beanspruchung gewählt werden können.

Kleinpflaster für Wohnräume

In Wohngebieten, in denen nur sporadisch Autos vorbeifahren, werden üblicherweise folgende Formate verwendet:

  • 4/6 x 4/6 cm;
  • 6/8 x 4/6 cm;
  • 6/8 × 6/8 cm;
  • 8/10 cm x 6/8 cm.

Die als Bereich angegebenen Maße weisen auf die für das Produkt typische Maßabweichung hin. Beim Würfel mit den Maßen 6/8 x 6/8 cm können die Seitenlängen beispielsweise zwischen 6 cm und 8 cm variieren, wobei aufgrund der handwerklichen Fertigung eine geringe Toleranz besteht.

Für diese Kleinpflaster wird als Verlegemuster die versetzte Verlegung empfohlen. Wenn stattdessen eine Verlegung in parallelen Reihen gewünscht wird, greift man auf die Kleinpflaster mit quadratischem Kopf in den Formaten 10 x 10 x 4/6 cm oder 10 x 10 x 6/8 cm zurück.

Der Wohnbereich wird den Beanspruchungsklassen P.4 bis P.6 zugeordnet. Als Verlegungsarten werden die Verlegung auf einem verdichteten Unterbau aus Sand und Zement oder die Verlegung auf einem losen Unterbau mit Versiegelung aus Polyurethanharz angegeben.

Kleinpflaster für öffentliche Bereiche und den Straßenverkehr

Wenn das Verkehrsaufkommen und die Verkehrsbelastung zunehmen, ändern sich auch die Referenzformate:

  • Der Pflasterstein mit den Maßen 6/8 x 6/8 cm wird in historischen Stadtkernen und auf öffentlichen Parkplätzen verwendet;
  • Für städtische Straßen werden vor allem die Formate 8/10 x 8/10 cm und 10/12 x 10/12 cm verwendet, die im Versatzmuster verlegt werden;
  • Die Formate 12/14 x 12/14 cm und 14/18 x 14/18 cm sind für bestimmte Anwendungsbereiche vorgesehen;
  • Für eine Verlegung in parallelen Reihen empfiehlt sich das Format 10 x 10 x 8/10 cm.

Öffentliche Bodenbeläge werden je nach Verkehrsintensität und -art den Klassen P.7 bis P.9 zugeordnet. Bis zur Klasse P.8 sind entweder die Verlegung auf einem verdichteten Unterbau aus Sand und Zement oder auf einem losen Unterbau mit Versiegelung aus Polyurethanharz vorgesehen. Für die Klasse P.9 werden hingegen ein verdichteter Unterbau aus vorgemischten Zementmischungen oder ein loser Unterbau mit Versiegelung aus Polyurethanharz empfohlen.

So wählen Sie die „ Bahnenware “ aus Porphyr aus

Bei den „ Bahnenware “ (Flachplatten) auf Steinbruchebene erfüllen Format und Dicke zwei unterschiedliche Funktionen. Das Format trägt vor allem zum ästhetischen Ergebnis bei; die Dicke muss entsprechend dem Verwendungszweck und der Beanspruchungsklasse gewählt werden.

Abgeschnittene Rippen oder gesägte Rippen

Die Trittfläche bleibt in beiden Fällen auf der natürlichen Steinbruchoberfläche. Was sich vor allem ändert, ist das Aussehen der Fuge:

  • Bei den abgeschnittenen Rändern ist der Versatz deutlicher zu erkennen, etwa zwischen 1,5 cm und 2 cm;
  • Bei gesägten Kanten ist sie geringer, etwa zwischen 0,5 cm und 1 cm.

Die Wahl zwischen den beiden Verarbeitungsarten ist daher in erster Linie eine ästhetische Entscheidung.

Formate und Stärken für den Wohnbereich

Für einen privaten, ausschließlich für Fußgänger bestimmten Bereich wird eine variable Dicke von 1–3 cm empfohlen, die der Klasse P.4 entspricht. Für Wege, die von Fahrzeugen befahren werden, werden Dicken von 2–6 cm oder 3–6 cm empfohlen, die den Klassen P.4 bis P.6 entsprechen.

Die „ Bahnenware “ sind in Längen und Breiten von 10 cm bis 40 cm, in 5-cm-Schritten, erhältlich oder können zu modularen Kompositionen kombiniert werden. Diese Gestaltungsfreiheit gilt sowohl für Wohnbereiche als auch für öffentliche Räume, die überwiegend von Fußgängern genutzt werden.

Bahnenware in öffentlichen Bereichen

Für öffentliche Flächen, die dem Fahrzeugverkehr ausgesetzt sind, erfordern die Klassen P.7 und P.8 eine Dicke von 5–8 cm und vorzugsweise eine Breite von höchstens 30 cm.

Für die Klasse P.9 sind „ Bahnenware “ nicht als bevorzugte Lösung vorgesehen: Unter diesen Bedingungen werden entsprechend dimensionierte „ Kleinpflaster “ oder Bindersteine.

Die für die „ Bahnenware “ angegebene Verlegeart ist die Verlegung auf einem verdichteten Untergrund mit Zementmörtel bis zur Klasse P.8. Für die Klasse P.9 schreibt das Material die Verwendung von leistungsstarken Zementvormischungen vor.

Wann sollte man unregelmäßige Platten wählen?

Die unregelmäßigen Platten, auch „Lastrame“ genannt, kommen vor allem im privaten Bereich zum Einsatz. Zu den betrachteten Typen gehören:

  • dünne, unregelmäßige Platten;
  • normale, unregelmäßige Platten;
  • dünne, riesige, unregelmäßige Platten;
  • riesige, unregelmäßige Platten.

Im öffentlichen Bereich eignen sich normale, unregelmäßig geformte Platten für Gehwege oder kleine Plätze mit geringer Verkehrsbelastung.

Die dünnen Platten mit einer Stärke von 1–3 cm sind ausschließlich für den Fußgängerverkehr bestimmt und werden der Klasse P.4 zugeordnet. Die normalen oder Standardplatten mit einer Stärke von 2–5 cm können auch im privaten Bereich eingesetzt werden, in dem gelegentlich Fahrzeuge verkehren, und zwar in den Klassen P.4 bis P.6.

Die Großplatten werden vorwiegend in Fußgängerbereichen und zu dekorativen Zwecken eingesetzt, ebenfalls bis zur Beanspruchungsklasse P.6. Die Verlegungsarten entsprechen denen, die für die „ Bahnenware “ mit Bruchkante angegeben sind.

Format und Dicke müssen gemeinsam bewertet werden

Es gibt kein absolut bestes Format. Bei der richtigen Wahl müssen vier Faktoren berücksichtigt werden:

  • Nutzungszweck der Fläche;
  • Verkehrsaufkommen und Verkehrsart;
  • Produkt, Format und Dicke;
  • Verlegesystem.

Die Ästhetik spielt nach wie vor eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Wahl zwischen „ Bahnenware “ mit geschnittenen oder gesägten Kanten und bei der Festlegung des Verlegemusters der „ Kleinpflaster “. Sie muss sich jedoch in eine Lösung einfügen, die mit den zu erwartenden Belastungen und der Gesamtstruktur des Bodenbelags im Einklang steht.

Sehen Sie sich die Produktbeschreibungen für Por phyr an, um Formate, Stärken und Verwendungszwecke zu vergleichen.

Brauchst du Hilfe bei der Auswahl?

Wenden Sie sich an das „Consorzio Italiano Porfido del Trentino“ und beschreiben Sie die Verlegungsbedingungen sowie die Art des zu verlegenden Bodenbelags.